Mali auf einem guten Weg

mali 09 13

Mali auf einem guten Weg

Die politische Krise in Mali ist überwunden.

Die Präsidentschaftswahlen sind friedlich und ohne große Beanstandungen verlaufen. Ibrahim Bou-bacar Keita, seit 4. September 2013 offiziell im Amt, ist der neue starke Mann im Land. Mit Hilfe der internationalen Staatengemeinschaft ist es der Übergangsregierung unter Präsident Traoré gelungen, die Rebellion im Norden des Landes einzudämmen sowie den Vormarsch der radikalen Islamisten zu verhindern.

Nach wie vor hat Mali große Probleme, die durch die kritische Lebensmittelversorgung sowie die jüngsten Schäden und Opfer während der Regenzeit bedingt sind. Die künftige Regierung hat die schwierige Aufgabe, die Sicherheit Malis durch Polizei und Armee zu gewährleisten und den Prozess der Versöhnung zwischen den von der Rebellion im Norden betroffenen Volksgruppen (vor allem Tuareg, Songhai und Peulh) konstruktiv zu gestalten. Die Tuareg drängen nach wie vor auf politische Autonomie in denen von ihnen bewohnten Gebieten im nördlichen Mali.

Die Schulen waren während der 18-monatigen Krise zeitweise geschlossen. Kinder und Eltern waren verunsichert. UNICEF hat ein Programm aufgelegt mit dem Ziel, die Kinder zum Schulbesuch zu er-mutigen und dabei zu unterstützen. Die Schulen im ehemals besetzten Gao und in Timbuktu haben nach und nach ihren Betrieb wieder aufgenommen. Angesichts der zerstörten Infrastruktur fehlt es an Stühlen und Bänken in den Klassen. Die Schulen in Kidal sind nach wie vor geschlossen. Im Süden Malis läuft der Schulbetrieb normal. Das Problem hier: überfüllte Klassen. Dieses Problem wird verstärkt durch die vielen Kinder aus Flüchtlingsfamilien. Die Zahl dieser Kinder wird auf 75.000 geschätzt, so der Sprecher von UNICEF Marixie Mercado.
Die Lage in der Region Mopti, dem Grenzgebiet zwischen dem ehemals besetzten Norden und dem Süden des Landes, ist relativ sicher. Die starke Präsenz auch westafrikanischer Sicherheitskräfte in der Gegend garantiert einen relativen Schutz der Bevölkerung.

Was ist jetzt seitens der internationalen Partner nötig? Kein zögerliches Abwarten, sondern sichtbare und praktische Zeichen der Ermutigung. Sich informieren, konkret nachfragen und dort helfen, wo Malier dies für nötig erachten, durch persönlichen Einsatz und materielle Unterstützung.

Dr.Alfred Meier (05.09.2013); mehr lesen unter: www.alfredmeier.blogspot.de

   
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